Bitterer Punktverlust - Altonaer SV - REV Bremerhaven 1C 3:4 n.V. (0:2, 2:1, 1:0, 0:1)

Das Spiel gegen Bremerhaven ging nach einer intensiven und hoch dramatischen Partie mit 3:4 n.V. verloren. Besonders enttäuschend: Der vermeintliche Siegtreffer 6 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit wurde zunächst gegeben und dann wieder aberkannt. Das Siegtor für die Gäste hingegen fiel nach einem Abpfiff und wurde dennoch gegeben.

Der ASV trat stark ersatzgeschwächt mit nur 12 Feldspielern an, von denen zu allem Überfluss Lukas Fichtner während des Aufwärmens auch noch von einem Puck getroffen wurde und im Krankenhaus mit 6 Stichen genäht wurde. An dieser Stelle gute Besserung, Lukas!

Mit nur zwei Reihen plus 1 ging es gegen den Tabellenzweiten aufs Eis. Beide Teams machten von Anfang an kjar, dass sie auf Sieg spielen. Das erste Ausrufezeichen setzte Matthias Heik schon nach einer Minute, als er sich einem Schuss eines Bremerhavener Verteidigers entgegenstellte und mit dem Abpraller alleine auf den Kasten der Gäste zulief. Doch sein Schuss wurde von der gut aufgelegten Schlussfrau Marina Tietge pariert. Das blieb trotz optischer Feldüberlegenheit für lange Zeit die einzige Großchance für die Hausherren. Die Tore in diesem Drittel machten dann die Gäste. In der 8. Minute netzte Jurij Ulrich in doppelter Überzahl ein. Und obwohl der ASV weiter Druck machte, blieben auch die Gäste weiter gefährlich, so dass das 0:2 durch Moritz Malte Hauer noch vor der Pause fiel.

Das zweite Drittel begann, wie das erste endete: als offener Schlagabtausch mit leichter Feldüberlegenheit auf Hamburger Seite und immer wieder gefährlichen Kontern für Bremerhaven. Doch diesmal schaffte es der ASV, seine Tore zu machen. Gleich zu Beginn des Drittels setzte sich Christian Zachariassen im Zweikampf hinter dem Gästetor durch und spielte auf Lars Mondry, der von halblinks auf Center Patrick Triebswetter weiterleitete. Der umspielte noch einen Verteidiger und hob die Scheibe dann mit der Rückhand ins Netz. Triebswetter sorgte nur 5 Minuten später auch für den Ausgleich: Nach einem Scheibengewinn im eigenen Drittel brachen er und Stefan Tintera in einer 2:0 Situation durch. Triebswetter machte es dann selbst und setzte die Scheibe unhaltbar für Tietge in den Winkel. Doch 5 Minuten vor Drittelende mussten die Hamburger die erneute Führung für die Gäste hinnehmen, als der Ex-ASVer Dennis Scheele einen Bully im eigenen Drittel abfing und sich mit der Scheibe auf und davon machte. Sein präziser Schuss unter die Latte war unhaltbar für ASV-Keeper Sören Domke.

Es begann ein Drittel voller Intensität und Dramatik. Beide Teams schenkten sich weiterhin keinen Zentimeter, es ging munter hin und her und beide Torleute wurden ein ums andere Mal geprüft - und bestanden glänzend. Matthias Heik war es schließlich, der in Minute 48 nach Zuspiel von Arne Ahrens und Jens Ehrensberger im unübersichtlichen Gewühl vor dem Bremerhavener Tor die Scheibe über die Linie drückte und für den Ausgleich sorgte. Im weiteren Verlauf des Drittels hatte der ASV immer wieder mit Unterzahlsituationen zu kämpfen, die jedoch souverän gemeistert wurden.

Es kam die 60. Minute - Jan Kischlat hatte gerade seine Strafe abgesessen, es waren noch 20 Selkunden zu spielen. Kischlat sprintete von der Strafbank, bekam den Pass, tankte sich durchs Bremerhavener Drittel und vollendete mit der Rückhand - die Uhr zeigte 6 Sekunden. Der Pfiff ertönte, der Jubel auf Altonaer Bank und auf den Rängen kannte keine Grenzen. Doch Bremerhaven protestierte, und schließlich nahmen die Schiedsrichter das Tor zurück. Fassungslosigkeit und Entsetzen beim ASV. Die Verlängerung musste die Entscheidung bringen.

Und diese fiel ebenfalls nach einer fragwürdigen Schiedsrichterentscheidung - doch so ist das Eichockeyleben. Erneut in Überzahl hatten sich die Gäste im Hamburger Drittel festgebissen, doch Torwart Sören Domke und seine Vorderleute verteidigten erbittert. Es waren noch 73 Sekunden zu spielen, da griff Domke nach der Scheibe, der Abpfiff ertönte - doch die Abstimmung zwischen den Schiedsrichtern versagte. Erst nach dem Pfiff drückte Patrick Strobel die Scheibe über die Linie - doch das Tor wurde gegeben.

So endete ein großer Eishockeyabend mit einer herben Enttäuschung und einem bitteren Nachgeschmack für den ASV. Nun heißt es Zähne zusammenbeißen, Tatsachenentscheidungen akzeptieren und die Woche nutzen, um sich wieder zu sammeln, um dann am kommenden Wochenende mit neuer Energie in das Derby gegen den HSV zu gehen.


Altonaer SV - REV Bremerhaven 1C 3:4 n.V. (0:2, 2:1, 1:0, 0:1)

Tore:
0:1 Ulrich (Strobel, Scheele) 7:46
0:2 Hauer (Scheele) 17:42
1:2 Triebswetter (Mondry, Zachariassen) 22:21
2:2 Triebswetter 28:53
2:3 Scheele (Basse) 34:58
3:3 Heik (Ahrens, Ehrensberger) 46:18
3:4 Strobel (Basse) 63:47

Strafen
Altonaer SV 6+10 Minuten
REV Bremerhaven 1C 10 Minuten

Zuschauer:: Ca. 30