Harsefeld Tigers zuhause zu stark für 1B: Harsefeld Tigers 1B - Altonaer SV 1B 10:4 (6:3, 2:1, 2:0)

Im letzten Spiel des Jahres musste sich die 1B des ASV den Harsefeld Tigers mit 10:4 geschlagen geben. Nach dem unglücklich und knapp verlorenen Hinspiel war man mit großen Ambitionen in die Stader Geest gereist. Doch auf eigenem Eis warteten die Gastgeber mit einem deutlich verstärkten Kader auf und zeigten dem ASV die Grenzen auf. Nur im ersten Drittel konnten die Hamburger nach einer furiosen Aufholjagd eines frühen 0:4-Rückstandes kurzfristig am Erfolg schnuppern. Ein verdienter Sieg des vielleicht stärksten Teams der Liga und "für unsere jungen Leute des ASV eine Lehrerfahrung", wie Trainer Chapin Landvogt sich nach dem Spiel äußerte - "es gibt noch viel Lüft nach oben".

Das erste Drittel bot bereits die Dramatik einer gesamten Partie. Schon der Blick auf den Spielbericht verriet, dass es die Gastgeber diesmal nicht wieder wie im Hinspiel darauf ankommen lassen wollten, den ASV mit einer Rumpftruppe bezwingen zu können: Eine komplette Reihe mehr, besetzt mit allem, was in der Region Rang und Namen hat, sollte dem Heimpublikum eine Zitterpartie wie im Hinspiel ersparen. Und so stand es bereits nach 7 Minuten 3:0 für die Tigers, was Trainer Chapin Landvogt bewog, gleich seine Auszeit zu nehmen. Doch seine mahnenden Worte konnten nicht verhindern, dass der Gegner in der 12. Minute auch noch das 4:0 erzielte. Die Hamburger erleichterten ihnen die Sache allerdings durch leichtfertige individuelle Fehler und fahrlässige Fehlentscheidungen sowie die Unfähigkeit, die Scheibe aus der Gefahrenzone des eigenen Drittels zu befördern - allesamt hausgemachte Probleme, die mit der Spielstärke des Gegners nichts zu tun haben.

In der zweiten Hälfte des ersten Drittels begann sich der ASV endlich gegen die drohende Schlappe zu stemmen - mit Erfolg: Innerhab von 5 Minuten schaffte man es, auf 4:3 zu verkürzen: Zunächst Patrick Triebswetter mit einem Hammer aus kurzer Distanz nach Zuspiel von Arne Ahrens, dann verwandelte Ahrens einen Pass von Triebswetter, und schon wenige Sekunden später netzte Kevin Schmoock ein, nachdem Patrick Triebswetter von hinter der Torlinie klug in den Slot gepasst hatte. Doch kurz vor Drittelende musste ein Nackenschlag eingesteckt werden, als Harsefeld innerhalb von nur 8 Sekunden wieder auf 6:3 erhöhte.

Dieser Rückschlag nach der erfolgreichen Aufholjagd zerrte gewaltig an den Nerven, und entsprechend bedrückt ging es in die Kabine. Doch man wollte sich nicht aufgeben - dass 3 Tore aufzuholen sind, hatte man gerade erst bewiesen, und mit Kampfesmut ging es zurück aufs Eis.

Die Partie hatte von Beginn an die gewohnte Brisanz, wenn diese beiden Teams aufeinandertreffen, und das zweite Drittel begann dann auch mit einer veritablen Keilerei, aus der eine Spieldauerstrafe für den Harsefelder Kapitän Maik Fitschen resultierte. Und die Harsefelder blieben undiszipliniert - kurz danach fand sich der ASV in einer 5:3 Überzahlsituation. Doch statt diese zu nutzen, fing man sich in Unterzahl erstmal den nächsten Gegentreffer. Zwar Altona ließ sich der ASV nicht beirren und erspielte sich weitere Chancen, doch die Abschlüsse waren meist zu unpräzise für den gut aufgelegten Nico Becker im Tor der Gastgeber. Kevin Schmoock gelang es in der 36. Minute, auf 7:4 zu verkürzen, als er einen Pass noch im Angriffsdrittel abfing und aus halblinker Position beherzt draufhielt, doch auch Harsefeld traf in diesem Drittel erneut.

Ein weiterer Doppelschlag der Gastgeber in der 47. Minute brachte dann die endgültige Entscheidung. Der ASV versuchte sich noch erfolglos in Ergebniskosmetik, doch die sichtbarste Aktion eines ASV-Spielers in diesem Drittel gelang Kapitän Ahrens, der sich kurz vor Schluss noch als Maulheld verdingte und dafür eine Disziplinarstrafe wegen Sabbelns kassierte.

Ein insgesamt nach dem Spielverlauf auch in dieser Höhe verdienter Sieg der spielerisch überlegenen Tigers, der durch die eine konsequentere Umsetzung der taktischen Vorgaben von Trainer Landvogt aber sicherlich hätte abgemildert werden können.

Harsefeld Tigers 1B - Altonaer SV 1B 10:4 (6:3, 2:1, 2:0)

Tore:
1:0 de Bruijn (Förster) 2:57
2:0 Förster (Corleis) 5:42
3:0 Säland (Wagner) 6:42
4:0 Wolfram (de Bruijn, Corleis) 11:31
4:1 P.Triebswetter (Ahrens, Schmoock) 13:14
4:2 Ahrens (P.Triebswetter) 18:00
4:3 Schmoock (Triebswetter, Ahrens) 18:38
5:3 Wagner (Säland) 19:14
6:3 de Bruijn (Förster) 19:22
7:3 Förster 25:11
7:4 Schmoock 35:17
8:4 Förster (Wolfram, Corleis) 38:58
9:4 Wolfram (de Bruijn) 46:16
10:4 Förster (Szillat) 46:28

Strafen:
Harsefeld Tigers 1B 23+20
Altonaer SV 1B 10+10

Zuschauer: Ca. 80