Balsam für die Seele - Altonaer SV 1B - Harsefelder EC 12:1 (2:0, 5:0, 5:1)

Nach drei knapp verlorenen Spielen in Folge tankte die 1B gestern neues Selbstbewusstsein: Mit einem 12:1-Kantersieg wurden die Gäste des Harsefelder EC nach Hause geschickt. Nach einem schwachen ersten Drittel drehten die Altonaer Jungs auf, wobei besonders dem zweiten Sturm um Kapitän Arne Ahrens und Top-Scorer Kevin Schmoock fast alles gelang - zusammen mit Patrick Triebswetter steuerte die Reihe 9 der 12 Tore bei.

Im ersten Drittel war allerdings noch nicht allzuviel vom ASV zu sehen. Wie so oft schien sich zu bestätigen: Gegen Top-Teams wird eine Top-Leistung gezeigt, gegen schwächere Gegner schwächelt man selber. In den ersten Minuten mussten die rund 50 Zuschauer teilweise haarsträubende Stockfehler ertragen, kaum ein Pass kam an und wenn, dann prallte er von der Kelle wieder ab. So kam es, dass ASV-Keeper Sören Domke seinem Team einmal mehr die gewohnte sichere Bank sein musste und die Nachlässigkeiten seiner Vorderleute ausbügelte. Es war dann Paul Zink, der in der 9. Minute den ersten Treffer für Altona markierte - nach einem gewonnenen Bully spielte Verteidiger Arvid Ottenberg die Scheibe tief auf Yannick Flohr, der direkt auf Zink weiterleitete. Zink, heute als Center eingesetzt, nahm direkt an - 1:0. Dem immer noch an seiner Leistenzerrung laborierenden, sichtlich angeschlagenen Kevin Schmoock gelang kurz darauf das Tor des Abends, als er in 3-gegen-5 Unterzahl nach einem Break mit einem spektakulären Täuschungsmanöver die Scheibe einhändig am verdutzten Gästekeeper Kevin Jahns vorbei ins Tor mogelte.

Doch das war die gesamte Ausbeute des Drittels. In der Pause erinnerte Trainer Chapin Landvogt das Team an das Wichtigsteam Eishockey: Spaß haben. Spielen. Gewinnen.

Und seine Worte fruchteten.

Es begann die Zeit des Zaubersturmes: Gleich im ersten Wechsel versenkte Kevin Schmoock die Scheibe, nachdem Arne Ahrens diese einmal kreuz und quer durchs Drittel bugsiert und dann mit einem präzisen Pass auf den im Slot lauernden Patrick Triebswetter weitergeleitet hatte. Der bediente den besser positionierten Schmoock, welcher trocken einnetzte - 3:0. Und so ging es weiter - Triebswetter auf Ahrens und Schmoock, Ahrens auf Schmoock und Triebswetter, Schmoock auf Triebswetter und Ahrens - die Reihe des Abends verließ das Eis mit einem prall gefüllten Scorerkonto, ein Tor schöner als das andere. Schmoock von Triebswetter auf die Reise geschickt mit Ahrens im 2-gegen-1 Konter, präziser Querpass, Direktannahme. Ahrens mit dem Break, Schuss abgefälscht, Rebound aus der Ecke geholt und zurück auf Triebswetter gepasst, ein trockener Sound von Hartgummi auf getaptem Holz. Schmoock, nach dem einzigen Gegentreffer des Spiels, im direkten Gegenzug mit einem trockenen Flachschuss von der Blauen. Und so weiter. Von links, von rechts, von außen, durch die Mitte, von hinten, aus dem Slot. In Überzahl, in Unterzahl, bei Gleichstand. Viermal Schmoock, dreimal Triebswetter und zweimal Ahrens hießen am Ende die Torschützen. Zwischendurch trug sich auch Yannick Flohr mit einem kuriosen Treffer in die Liste ein - sein harter Handgelenksschuss aus dem Slot nach Rückpass von Paul Zink wurde vom Goalie in die Luft abgelenkt und trudelte dann hinter dessen Schulter ins Tor. Den Schlusspunkt des Abends setzte erneut Paul Zink, der die Scheibe nach einem Blueliner von Lukas Fichtner zum 12:1-Endstand über die Linie stocherte.

Im anschließenden Vierten Drittel wurde der Triumph gebührend begossen. Vermutlich werden sich erst beim heutigen Training die Folgen des intensiven Wochenendes bemerkbar machen.

Altonaer SV 1B - Harsefelder EC 12:1 (2:0, 5:0, 5:1)

Tore:
1:0 Zink (Flohr, Ottenberg) 8:21
2:0 Schmoock 12:51
3:0 Schmoock (P.Triebswetter, Ahrens) 21:12
4:0 Ahrens (Schmoock, Triebswetter) 23:37
5:0 Ahrens (Schmoock, Triebswetter) 29:20
6:0 Triebswetter (Ahrens) 34:41
7:0 Flohr (Zink, Ottenberg) 36:46
8:0 Triebswetter (Schmoock, Ahrens) 48:50
9:0 Schmoock (Triebswetter, Ahrens) 50:10
9:1 Schaller (Ohrt, Heród) 52:44
10:1 Schmoock 52:56
11:1 Triebswetter (Schmoock, Ahrens) 54:30
12:1 Zink (Fichtner, Ottenberg) 56:49

Strafen:
Altonaer SV 1B 14
Harsefelder EC 18

Zuschauer: ca. 50