Altonaer SV - REV Bremerhaven

Nach dem missratenem Saisonstart sollte gegen Bremerhaven der erste Dreier her. In der Vorsaison konnte man durchaus überzeugen, verlor einmal knapp und einmal im Penaltyschiessen.

Das Spiel begann ausgeglichen und ruhig. Beide Mannschaften, besonders der ASV, wollten erstmal sicher stehen. Den ersten Aufreger gab es in der 6. Spielminute. Im Zuge eines Checks abseits des Spielgeschehens erwischt Thomas Teßmer einen Gästespieler mit dem Schläger im Gesicht und geht berechtigterweise gleich wieder in die Kabine. Das anschließende Unterzahlspiel überstehen die Hamburger Schadlos, bis Martin Bonenberger auch noch auf die Strafbank muss. Das folgende 5 gegen 3 Powerplay nutzen die spielstarken Gäste eiskalt zum 1:0 durch Schulte.
Auch im weiterführenden 5 gegen 4 Powerplay schlägt es nochmal ein, als Dennis Lütjen von der blauen Linie schießt und aufgrund viel Verkehrs vor dem Tor keine Sicht für Niels Söth da ist. Der Altonaer SV kann sich aber noch berappeln und trifft in der 17. Minute durch Christoph Hicks zum 1:2 Anschluss.

Im zweiten Drittel geht es hin und her und die ca. 50 Zuschauer bekommen etwas geboten. Zuerst bauen die Gäste ihre Führung durch Kerkau auf ein 3:1 auf. Torwart Söth wird dabei von einem Schläger am Kopf getroffen, doch der Unpartaiische gibt keine Strafe.
Dann folgt die unschönste Szene des Spiels. Bei einem Check von Hinten verliert Verteidiger Rafael Leip drei Zähne und wird ins Krankenhaus gebracht. Für den Übeltäter Bahra bedeutet dies der Weg in die Kabine. Als wenige Sekunden später auch Alfs noch eine Strafe zieht, macht es der ASV wie vorher die Gäste und trifft bei doppelter Überzahl durch Hicks zum erneuten Anschluss.
Der Ausgleich erfolgt, als die große Strafe nur acht Sekunden beendet ist wieder durch Hicks. Der Altonaer SV scheint wieder zurück im Spiel zu sein. Doch zwei Fehler im eigenen Drittel bzw. an der eigenen blauen Linie führen zu Alleingängen, die beide Michael Fendt eiskalt verwandeln kann.

Mit einem enttäuschenden 5:3 Rückstand geht es in die Kabine. Moral zeigte der ASV aber wieder. Durch Zimmermann und den bärenstarken Hicks gleicht man erneut aus. Nach nur drei Minuten und acht Sekunden im Schlussdrittel ist alles wieder offen.
Doch es soll ja nicht langweilig werden. Ein Puckverlust an der gegnerischen blauen Linie führt zu einem weiteren Alleingang, der von Kerkau verwandelt wird. Das 7:5 schießt Kapitän Dennis Lütjen. Der erste Schuss wird noch von Smarslik geblockt, den zweiten kann Söth abwehren, doch der dritte Versuch ist dann im Netz.
Und wieder kommen die Gastgeber zurück. Wahnsinn! Erst ist es Hicks, der im Alleingang bei Überzahl trifft und in der 54. Minute sichert Zimmermann mit einem Schlagschuss von der blauen Linie den Punkt.

Eine Szene, die möglicherweise das Spiel am Ende entschied gab es 17 Sekunden vor dem Ende. Nach einem Pass in den Slot kann Söth den Schlagschuss halten. Ein Bremerhavener läuft anschließend in den Altonaer Schlussmann. Als Bonenberger ihn wegschiebt, fällt dieser über den Schläger seines Mitspielers – und der Schiedsrichter schickt lediglich Bonenberger auf die Strafbank. Fehlendes Fingerspitzengefühl an dieser Stelle, entweder beide oder keiner.

In der Verlängerung dauert es lediglich 27 Sekunden, ehe Freymark einen Rebound in Überzahl zum 8:7 Endstand verwandeln kann.

Am Ende zeigte Altona eine gute Moral und hätte vielleicht auch mehr verdient gehabt als den einen Punkt. Dafür müssen aber die individuellen Fehler, vor allem in der Defensive, abgestellt werden. Derzeit schlägt der ASV sich selbst.

Tore:

0:1 Schulte (Freymark), 10:12 PP2
0:2 D. Lütjen (Schulte, Fendt), 11:04 PP
1:2 Hicks (Lehnen), 16:59
1:3 Kerkau (Freymark), 25:21
2:3 Hicks (Bonenberger), 27:35 PP2
3:3 Hicks (Smarslik, Zimmermann), 31:15
3:4 Fendt, 32:52
3:5 Fendt, 36:46
4:5 Zimmermann (Bonenberger), 41:12 PP
5:5 Hicks (Zimmermann, Bonenberger), 43:08
5:6 Kerkau, 45:43
5:7 D. Lütjen, 46:44
6:7 Hicks, 50:42 PP
7:7 Zimmermann (Hicks), 53:44
7:8 Freymark, 60:27

Strafenminuten:

Altonaer SV: 45
Bremerhaven: 33