Sensation gegen Tabellenführer verspielt: Altonaer SV - Molot EC 5:6 (2:1, 3:2, 0:3)

In einem dramatischen Spiel musste sich die 1B des ASV am Samstag dem vermeintlich haushohen Favoriten und aktuellen Tabellenführer der Landesliga Nord, Molot EC, geschlagen geben. Nach dem 2. Drittel führte man mit 2 Toren, doch ein Einbruch in der Schlussperiode verhinderte die Sensation.

Zunächst schien Molot die Erwartungen zu erfüllen, die sie mit dem 23:0-Sieg in ihrem ersten Spiel geweckt hatten: Die Uhr zeigte keine zwei Minuten, da griff ASV-Keeper Sören Domke zum ersten Male hinter sich. Doch statt angesichts des frühen Rückstandes in Frust zu verfallen, taten die Männer von Trainer Chapin Landvogt das Gegenteil und drehten auf. Etwas verwundert fanden sich die Gäste im eigenen Drittel festgenagelt, und schon die erste Überzahlsituation in der 7. Minute wussten die Gastgeber zu verwandeln: Kevin Schmoock netzte nach Zuspiel von Kapitän Arne Ahrens und Verteidiger Christoph Seifert ein. Und schon 7 Minuten später brachte Leo Rahmel Altona in Führung, als er einen Pass von Thomas Hartwig verwandelte.

Im zweiten Drittel gelang Molot zunächst der Ausgleich durch Alexander Eltsov und dann sogar die Führung durch den gewohnt starken Andrej Gorbenko. Doch auch diesmal ließen sich die Altonaer Jungs nicht entmutigen und hielten dagegen. In den letzten 8 Minuten des Drittels fielen gleich 3 Hütten. Nacheinander trugen sich Arne Ahrens (Kevin Schmoock), Lukas Fichtner (Arvid Ottenberg, Thomas Hartwig) und erneut Kevin Schmoock (Jens Ehrensberger) in die Torschützenliste ein. Der Frust bei Molot wirkte sich nun negativ auf die Friedfertigkeit seiner Spieler aus, die vielen Strafen gipfelten in einer Spieldauerstrafe gegen Igor Wiens wegen Stockschlags. Mit 2 Toren Vorsprung schickte man die sichtlich perplexen Gäste in die Kabine.

Auch im dritten Drittel ließen die Jungs der 1B nicht nach. Doch woran immer es lag - Nervosität, Angst vor der eigenen Courage, Unkonzentriertheit angesichts des greifbaren Sieges - nun schlichen sich Fehler ein, und Pech in der Chancenauswertung gesellte sich hinzu. Weiterhin handelte sich Molot viele Strafen ein, doch die Überzahlsituationen konnten von Altona nicht mehr verwandelt werden. Fast 10 Minuten wurde der Stand gehalten, doch in der 50. Minute gelang Molot dann der Anschlusstreffer. Altona tat auch weiterhin alles, um den Sieg nach Hause zu bringen, doch am Ende entschieden die größere Routine der Gäste und eine gehörige Portion Pech das Spiel. Vier Minuten vor Schluss traf Molot in Unterzahl zum Ausgleich, und fast mit der Schlusssirene schlug erneut Gorbenko zu. Nach einem Fehlpass im Drittel der Gäste ging es ganz schnell und die Scheibe zappelte zum Siegtreffer für Molot in den Altonaer Maschen.

Schon das nächste Spiel der 1B am 14. November findet erneut gegen Molot statt. Nachdem man nun Blut geleckt und die vermeintlich unschlagbaren Russen als mit entsprechend hohem Einsatz und strenger Disziplin lösbare Aufgabe kennen gelernt hat, ist man bei Altona jetzt besonders heiß auf die Revanche.

Altonaer SV - Molot EC 5:6 (2:1, 3:2, 0:3)

Tore:

0:1 Ivanows (Schöttler, Netzlaw) 1:43
1:1 Schmoock (Ahrens, Seifert) 6:46
2:1 Rahmel (Hartwig, Fichtner) 12:57
2:2 Eltsov (Gorbenko) 30:58
2:3 Gorbenko 31:54
3:3 Ahrens (Schmoock) 32:24
4:3 Fichtner (Ottenberg, Hartwig) 35:52
5:3 Schmoock (Ehrensberger) 39:29
5:4 Gorbenko (Ivanov) 49:41
5:5 Ivanov (Eltsov) 56:12
5:6 Gorbenko (Salmin) 59:40

Strafen:

Altona 6+10
Molot 23+30