Gelungener Saisonstart für die 1B: ASV 1B - Adendorfer EC 1C 8:2 (3:0, 3:1, 2:1)

Ein Saionauftakt nach Maß in der Eishockey-Landesliga Nord gelang der ASV 1B im gestrigen Heimspiel gegen den Adendorfer EC: Mit einem souveränen 8:2 wurden die Gäste nach Hause geschickt. In einer teils fahrigen Partie dominierten die Hamburger über weite Strecken und konnten so trotz des Rückstandes in der Vorbereitung - das Team hatte bis dato nur eine einzie Trainingseinheit zusammen absolvieren können - den ersten Dreier verbuchen.

Die Anfangsphase der Partie war von großer Hektik und vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten geprägt. Den glücklicheren Ausgang erwischte der ASV - schon in der zweiten Minute zappelte die Scheibe im Netz der Gäste: Markus Triebswetter hatte sich an der Blauen Linie ein Herz gefasst und draufgehalten. Sein Schuss wurde unhaltbar für Gäste-Keeper Oliver Schubert abgefälscht.

In der Folge hatte Altona einige gute Aktionen, während den technisch wenig überzeugenden Gästen weiterhin nicht viel gelang. In der 9. Minute fing Yannick Flohr im eigenen Drittel einen Pass ab und schmiss seinen legendären Turbo an. Doch auch wenn er seinen Break nicht selbst verwandeln konnte, ergab sich aus dem darauf folgenden Bully im Gästedrittel die nächste Hütte: Center Christian Zachariassen holte sich die Scheibe, bediente Verteidiger Paul Zink und dieser tankte sich durch die Reihen der Gäste und vollendete mit der Rückhand - 2:0.

Altona gewann nun sichtlich an Selbstbewusstsein. Eine erste Strafzeit überstand man, doch die erste eigene Überzahlsituation konnte trotz hohen Drucks auf das Adendorfer Tor nicht genutzt werden. Dafür häuften sich jetzt die guten Aktionen. Einem Alleingang von Jens Ehrensberger folgte ein wahres Feuerwerk aufs Gästetor - Arne Ahrens, Markus Triebswetter, Christoph Seifert, Lukas Fichtner und nochmal Ehrensberger konnten in dieser Situation zwar allesamt nicht verwandeln, doch die künftige Marschrichtung war nun endgültig klar. Das dritte Tor war dann auch nur eine Frage der Zeit. Erneut in Überzahl, holte sich Verteidiger Stefan Tintera den Puck nach einem Befreiungsschlag der Niedersachsen aus dem eigenen Drittel ab und schickte Zachariassen auf die Reise, der sich seelenruhig durch die gesamte Adendorfer Hintermannschaft mogelte und den Adendorfer Goalie mit einem halben Bauerntrick etwas unglücklich aussehen ließ. Mit einem beruhigenden 3:0 ging es in die erste Drittelpause.

Das zweite Drittel begann so fahrig wie das erste, und nun gesellten sich auch die ersten Nickeligkeiten hinzu, was auf beiden Seiten zu regelmäßigen Besuchen in der Kühlbox führte. Gleich die erste Überzahl konnte Altona verwerten. Christian Zachariassen trug die Scheibe ins Drittel. Sein Hammer wurde noch abgewehrt, doch er holte sich den Rebound hinter der Adendorfer Torlinie und passte auf Patrick Triebswetter. Ein Foul hinderte diesen nicht daran, noch im Fallen auf den frei stehende Yannick Flohr zu passen, der sich aus drei Metern die Ecke aussuchen durfte. Schon eine Minute später das 5:0, wieder in Überzahl - Jens Ehrensberger verwertete den Rebound eines Bluliners von Christoph Seifert.

Das Drittel blieb ruppig - nach einer robust ausgetragenen Meinungsverschiedenheit zwischen Flohr und dem Adendorfer Serjoscha Lett durften beide das Spiel für 2+2 Minuten von der Strafbank aus verfolgen und erhielten kurz darauf noch Gesellschaft von Patrick Triebswetter und Adendorfs Alexander Rokoss. Alex Gindorf schraubte in dieser Phase mit einem kuriosen Treffer das Ergebnis weiter in die Höhe: Von hinter der Torlinie nutzte er einen Verteidiger als Bande, von dessen Schlittschuh die Scheibe ins Netz trudelte. Ein reguläres Tor war Patrick Triebswetter kurz zuvor nicht anerkannt worden, als er nach einem Rebound genau richtig stand und das Hartgummi ins leere Tor hämmerte. Doch Schiedsrichterin Chantal Abel hatte wegen eines Maskentreffers abgepfiffen. Eine Fehlentscheidung, wie sie später einräumte, da der Torwart trotz des Treffers spielfähig geblieben war. Kurz vor Drittelende konnte Adendorf dann auf 1:6 verkürzen. In Unterzahl schlich sich Ulrich Kühne hinter die Rücken der Altonaer Verteidigung und schloss seinen Break mit einem satten Schuss in die untere linke Ecke ab.

Trainer Chapin Landvogt warnte sein Team in der Kabine vor allzugroßer Euphorie angesichts des Spielstandes und mahnte, die Konzentration aufrecht zu erhalten. Zu Recht, wie sich herausstellte: Zu Beginn des Schlussdrittels leistete sich Altona eine haarsträubende Schwächephase, kombiniert mit vielen unnötigen Fouls. Das nächste Tor für Adendorf war die logische Konsequenz. Mehrfach setzten sich die Gäste nun auch im Altonaer Drittel fest, während dem ASV in dieser Phase fast nichts mehr gelang. Doch zum Glück fingen sich die Hamburger wieder, ohne ein weiteres Gegentor zu kassieren, und Jens Ehrensberger erzielte in der 51. Minute in Unterzahl das erlösende 7:2. Nach einem Bully im Adendorfer Drittel reagierte er am schnellsten und hämmerte die Scheibe nach einer eleganten Körperdrehung aus kurzer Distanz unter die Latte. Top-Scorer Ehrensberger war auch am letzten Treffer des Spiels beteiligt, als er sich nach einem Sololauf seinen eigenen Rebound zurückholte und Lukas Fichtner bediente, der die Scheibe überlegt im Winkel versenkte.

Wegen einer erneuten 2+2-Strafe, diesmal gegen Kevin Perlewitz, spielte der ASV dann zwar fast den gesamten Rest des Drittels in Unterzahl, ließ aber nichts mehr anbrennen. Es wurde konsequent verteidigt, jede Gelegenheit zur Befreiung aus dem Drittel genutzt, auch der eine oder andere Konter gefahren und so das Ergebnis sicher nach Hause gebracht.

Auch wenn der Gegner wohl nicht zu den stärksten Teams der Liga gehörte, lässt dieses Auftaktergebnis auf eine spannende Saison hoffen. Eine genauere Standortbestimmung für die 1B wird gegen die kommenden Gegner Bremen Weser Stars und Molot erfolgen.


Altonaer SV 1B - Adendorfer EC 1C 8:2 (3:0, 3:1, 2:1)

Tore:

1:0 Triebswetter (Ehrensberger) 01:22
2:0 Zink 09:12
3:0 Zachariassen (Tintera) 18:35
4:0 Flohr (Triebswetter) 26:23
5:0 Ehrensberger (Seifert) 27:25
6:0 Gindorf (32:04)
6:1 Kühne (Kolbe) 38:51
6:2 Gauer (43:47)
7:2 Ehrensberger (Seifert) 50:02
8:2 Fichtner (Ehrensberger) 54:03

Strafen:

ASV 20
Adendorf 16

Zuschauer: ca. 30