Altonaer SV - REV Bremerhaven

Es war das erste Spiel im neuen Jahr. Nach der Weihnachtspause wollte der Altonaer SV den Vorsprung auf die hintere Tabellenhälfte ausbauen. Dies gelang jedoch nicht.

Es begann schon katastrophal. Bereits der erste Schuss nach 40 Sekunden schlägt im hinter Niels Söth ein. Der ASV, der unter anderem auf Porsch, Bonenberger und Smarslik, sowie Sydow verzichten musste, tat sich schwer, im ersten Drittel Fuss zu fassen. Man spielte zu verhalten und nahm die Zweikämpfe nicht an. Die meiste Bewegung machten die circa 20 Mitgereisten Bremerhavener Fans auf der Tribüne. In der elften Minute war es Schulte, der lange ausholen konnte und per Schlagschuss zum 2:0 verwandeln konnte. Söth war zwar mit der Fanghand noch am Puck, von dort aus sprang die Scheibe aber direkt ins Tor der Gastgeber.

In der Drittelpause pfiff Trainer Thomas Mittner seine Jungs zurecht. Mit Erfolg. Komplett verändert kam man aus der Kabine und machte sofort Druck. In doppelter Überzahl traf Nico Nussbaumer nach einem Schuss von Marc Lüders zum Anschluss. Wenige Minuten später hatte Zink die Riesenmöglichkeit zur Führung, verpasste aber das leere Tor. Es folgte ein offener Schlagabtausch. Doch wieder waren es die Gäste, die trafen. In Unterzahl konnten Sie den Puck an der eigenen blauen Linie aufnehmen. Den Schuss von Lütjen kann Söth noch parieren, aber den Nachschuss macht Schulte sicher rein.
Doch der ASV kämpft nun noch mehr. Ein verdeckter Flatterschuss von Zink findet seinen Weg ins Tor. Und kurz vor Ende der Drittelpause zieht Schmoock von Höhe der Bully-Kreise ab und trifft - aber der Schiedsrichter entscheidet auf Torraumabseits. Nennen wir es wenigstens mal eine fragwürdige Entscheidung.

Voller Tatendrang wollte man im dritten Drittel anknöpfen, wo man aufgehört hatte. Doch katastrophale Eisverhältnisse und totales Chaos in der Hintermannschaft nutzte Rampe aus, um auf 4:2 zu erhöhen. Der Knackpunkt im Spiel. Altona agierte wieder viel zu zaghaft.
Aufregung noch in der 54. Minute. Julian Frick wird per Crosscheck zu Boden befördert, in dem anschließenden Handgemenge und Wortgefecht bekommt Frick zwei Disziplinarstrafen und damit eine automatische Spieldauerdisziplinarstrafe.
Fast schon überraschend fiel der Anschluss, erneut durch Nussbaumer in der 57. Minute. Doch quasi im Gegenzug war es Rampe, der an der Hamburger blauen Linie den Puck aufnimmt und einen Breakaway zum 5:3 versenkt. Altona nahm den Torhüte raus, kassierte aber noch das Empty Net Tor. Man hatte nun das Gefühl, jeder bei den Gästen wollte noch ein Tor schiessen, weshalb plötzlich Kai Wierzbinski in seinem Debüt für den ASV alleine auf das Tor von Dennis Theihoff zulaufen konnte und per Handgelenkschuss verwandelte.

Am Ende ein verdienter Sieg für die Gäste. Altona mit nur einem guten Drittel und Tore zu ungünstigen Zeitpunkten. Das muss in zwei Wochen in Bremen besser werden.

Tore:

0:1 Weißkerber (Rampe, Lütjen), 0:40
0:2 Schulte (Hoffmann, Thiehoff), 10:12
1:2 Nussbaumer (Lüders, Zink), 20:45 PP2
1:3 Schulte (Lütjen), 29:05 UZ
2:3 Zink (Schmoock, von Gratkowski), 31:45
2:4 Rampe (Lütjen, Schulte), 40:46
3:4 Nussbaumer (Schmoock, Zink), 56:46
3:5 Rampe (Lütjen, Hoffmann), 57:39
3:6 Schulte, 58:46 EN
4:6 Wierzbinski (Schmoock, Söth), 59:26

Strafen:

Altonaer SV: 14 + 20
REV Bremerhaven: 24 + 10 +10