Altonaer SV 1b - Bremen Weser Stars 3 1:5 (0:0, 1:3, 0:2)

Gegen die Bremen Weser Stars 3 musste die 1b des ASV am Samstag eine 1:5 Heimniederlage einstecken und wartet damit weiterhin auf den ersten Punktgewinn in der Landesliga Nord. Altona ließ viele gute Chancen und überlegene Phasen ungenutzt, so dass der Punktgewinn der Bremer, wenn auch in dieser Höhe zu deutlich, am Ende in Ordnung ging.

Nach dem teilweise hochklassigen Hockey, welches die beiden letzten Gegner der 1b aufs Eis gezaubert hatten, merkte man diesem Spiel die Tabellenplatzierungen der Kontrahenden deutlich an. Der ASV zeigte zwar teilweise ähnliche Schwächen im Pass- und Stellungsspiel wie in den vorangegangenen Spielen, aber diese wurden durch die schwächeren Bremer nicht so gnadenlos ausgenutzt wie durch Celle oder Bremerhaven zuvor. Im Gegenteil, insgesamt war es ein mehr als ausgeglichenes Spiel, in dem die Hamburger den Gegner stellenweise sogar dominierten. Ein erstes Ausrufezeichen setzte der ASV in der 6. Minute, als Patrick Triebswetter aus spitzem Winkel von links abzog, Kapitän Arne Ahrens den Rebound aber nicht in die Hütte gestochert bekam. Doch statt der vom Trainer geforderten astronomischen Anzahl an Schüssen agierten die Altonaer zu kompliziert und verhedderten sich auf diese Weise nach aussichtsreichen Aktionen zu oft in der gegnerischen Defense, statt den direkten Weg aufs Tor zu gehen, so dass das Drittel letztlich torlos blieb. Dass man kurz vor Drittelende eine 5:3 Überzahl nicht nutzen konnte, sollte sich rächen.

Ins zweite Drittel ging der ASV in Unterzahl, und gleich zu Beginn gab es den Einbruch, von dem man sich nicht mehr erholen würde: Mit dem ersten Angriff erzielte Bremen die Führung und ließ zwei weitere Treffer folgen, bei denen die Altonaer Hintermannschaft jeweils keine gute Figur machte. Nach dem dritten Treffer nahm Trainer Chapin Landvogt eine Auszeit und redete seinem Team ins Gewissen, und tatsächlich raufte sich die Mannschaft zusammen: Plötzlich gelangen gute Aktionen, gingen alle das entscheidende Stück energischer in die Zweikämpfe, zielstrebiger zum Tor und konzentrierter zur Sache. Belohnt wurde das mit dem 1:3 in Unterzahl, dem ein konsequentes Forechecking durch Lars Mondry vorausging, der sich die Scheibe hinter dem gegnerischen Tor erkämpfte und auf Janek Schubert passte. Der ließ sich nicht lange bitten und vollendete trocken ins obere rechte Eck. Den Anschlusstreffer hatte dann kurz vor Drittelende zunächst Christian Zachariassen auf der Kelle, der sich plötzlich freistehend vor dem Tor wiederfand, aber vergab, und kurz darauf Patrick Triebswetter und Arne Ahrens, die unmittelbar nacheinander die Scheibe nicht an den Schonern des Bremer Goalies vorbeibugsiert bekamen.

Mit deutlichem Aufwind ging es in die Drittelpause, und genauso begann das letzte Drittel: Janek Schubert schnappte die Scheibe im gegnerischen Drittel einem Verteidiger weg, setzte seinen Schuss dann aber über die Latte. Kurz darauf musste der ASV aber einen herben Rückschlag hinnehmen, als Verteidiger Claus-Peter König eine 5-Minuten-Strafe wegen Kniechecks erhielt. Die folgende lange Unterzahlphase konnten die Bremer nutzen und auf 4:1 erhöhen. Dennoch blieb der ASV dran, gab sich nicht verloren, kämpfte weiter und hatte weitere gute Chancen, die sich aber nicht auf der Anzeigetafel wiederfanden, und so konnten die Bremer mit dem 5:1 in der 53. Minute den Sack endgültig zumachen.