Unglückliche Niederlage gegen Meister: ASV 1b - Adendorf 4:5

Unglückliche Niederlage gegen Meister

Gegen den amtierenden Meister der Landesliga Nord, den Adendorfer EC, musste die 1b eine unglückliche 4:5 (1:1, 2:3, 1:1) Niederlage hinnehmen. Unterstützt von etwa 40 lautstarken Fans lieferte man sich einen leidenschaftlichen Kampf auf Augenhöhe und hielt das Spiel bis zum Schluss offen, doch am Ende hatten die Gäste die Nase mit einem Tor vorne.

Der ASV begann stark und konnte bereits in der 2. Minute in Führung gehen, als die Scheibe mit viel Glück doch noch über die Linie rutschte, nachdem Patrick Triebswetter nach einen schnellen Konter über rechts bereits durch einen Adendorfer Verteidiger gestellt schien. Schnell wich der große Respekt vor dem Team, das letze Saison noch zweistellig gewonnen hatte, einem gesunden Ehrgeiz und dem Willen, das Ergebnis diesmal auseglichener zu gestalten. Und das sollte gelingen, Altona hielt das Tempo aufrecht und erspielte sich einige weitere gute Chancen, unter anderem ein Lattenschuss von Patrick Triebswetter. Die Führung hielt bis zur Schlusssirene des ersten Drittels - doch mit derselben erzielte Adendorf in Überzahl nach einer umstrittenen Strafe gegen Markus Triebswetter, dessen Check aus dem Eishockeylehrbuch vom Schiri als Bandencheck gewertet wurde, den Ausgleich.

Mit diesem Schock in den Knochen ging es in die Kabine. Trainier Chapin Landvogt fand die richtigen Worte, um das Team für die verbleibenden Drittel zu motivieren und vor einem der gefürchteten Einbrüche zu bewahren, die in der Vergangenheit immer wieder ein eigentlich ausgeglichenes Spiel in wenigen Minuten zerstörten. Und der ASV blieb dran und hatte sogar die Führung auf der Kelle: Lukas Fichtner startete nach Traumpass von Alex Gindorf über links und bediente Patrick Triebswetter, der knapp scheiterte. Zwar geriet man in der 26. Minute mit dem zweiten Adendorfer Treffer in Rückstand, doch Gindorf erzielte nach Querpass von Fichtner aus halbrechts postwendend den Ausgleich. Es blieb ein offener Schlagabtausch mit guten Chancen auf beiden Seiten. Adendorf ging in der 32. Minute erneut in Führung. Das 3:3 hatte dann zunächst Michael Heuermann auf der Kelle, erzielt wurde es schließlich von Christian Zachariassen, der in Überzahl nach Pass von Björn Schaich zunächst am Torwart scheiterte und dann die Scheibe noch über die Linie stochern konnte. Doch kurz darauf musste der ASV erneut den Rückstand hinnehmen, und mit einem 3:4 ging es in die zweite Drittelpause.

Im Schlussabschnitt blieb das Spiel ausgeglichen, nahm aber an Härte zu, was sich auch in den Strafzeiten auf beiden Seiten niederschlug. Nach einem üblen Bandencheck in den Rücken von Patrick Triebswetter und der darauf folgenden Schlägerei, in der sein aufgebrachter Vater Markus den Übeltäter zurechtwies, hatte Altona 5 Minuten Zeit, in Überzahl den Ausgleich zu erzielen, ließ diese Gelegenheit jedoch ungenutzt verstreichen. Stefan Tintera prüfte Adendorfs Goalie Björn Landgrebe mit einem Blueliner, doch weitere zwingende Chancen blieben rar. Der Ausgleich fiel dann später - Thomas Hartwig tankte sich durch und scheiterte zunächst ebenfalls an Landgrebe, konnte sich die Scheibe aber hinter dem Tor zurückerobern und punktgenau auf Arne Ahrens passen, der diese trocken aus dem Handgelenk in den Winkel beförderte.

4:4 - nach den beiden vorherigen Spielen gegen vermeintlich übermächtige Gegner schien die Überraschung erneut zum Greifen nahe. Doch der Eishockeygott möchte die Jungs der 1b wohl noch etwas zappeln lassen, bevor er sie für eine solche Leistung dann auch mit den Punkten belohnen wird: Zunächst wurde ein Foul gegen den frei aufs Tor stürmenden Patrick Triebswetter nicht mit einem Penalty geahndet, dann kassierte man doch noch das 4:5, und in den verbleibenden 3 Minuten konnte der Rückstand trotz aller Anstrengungen nicht mehr aufgeholt werden. Wenige Sekunden vor Schluss ging auch Keeper Sören Domke trotz Unterzahl vom Eis, Altona konnte sich im Adendorfer Drittel festbeißen und Zachariassen hatte noch eine Großchance auf der Kelle, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen, und so konnte Adendorf die Punkte mit nach Hause in die Lüneburger Heide nehmen.