Altonaer SV - Crocodiles Hamburg 1b

In diesem Jahr konnte sich der ASV glücklich schätzen ganze vier Hamburg-Derbys zu haben. Das Erste fand in der Eishalle Stellingen gegen die 1b der Crocodiles Hamburg statt.

Das Spiel startete mit leichten Verzögerungen, da nach dem Warm-Up die Tore noch ausgetauscht werden mussten. Dies sollte aber bei weitem nicht die letzte Verzögerung am heutigen Abend bleiben.

Mit leichter Verspätung begann das heiß ersehnte Spiel also. In der Anfangsphase war der ASV die bessere Mannschaft, zwingende Torchancen konnte man sich nicht herausspielen, aber immerhin im gegnerischen Drittel festsetzen. Crocodiles-Goalie Diego Pralow wurde nicht oft gefordert. In der 6. Minute platzte dann aber der Knoten, als Kapitän Stefan Porsch einen flachen Schuss von Bonenberger zum 1:0 abfälschen konnte. Zwar hielt der ASV den Druck aufrecht, doch ein Powerplay für die Gäste konnte Viktor Rausch in der 10. Spielminute zum 1:1 nutzen. Torhüter Dirk Sydow war chancenlos bei dem 3-gegen-0 Angriff der Krokodile.
Erster großer Aufreger dann in der 12. Minute. ASV-Verteidiger Alexander Knöll fährt an der eigenen blauen Linie einen Kniecheck - 5 Minuten plus automatische Spieldauerdisziplinarstrafe ist die Entscheidung des Unpartaiischen Gebauer. Knöll verletzte sich bei der Aktion am Auge selbst und musste anschließend im Krankenhaus behandelt werden. Da nur ein Sanitäter vor Ort war, verzögerte sich das Spiel wieder um einige Minuten.
Dann wurde aber weiter Eishockey gespielt. Zwar agierten die Gäste in Powerplay, doch was auf das Tor der Heimmannschaft kam, entschärfte Sydow souverän. Die Crocodiles zogen auch noch eine Strafe, was ein 4 gegen 4 zur Folge hatte. Und den zusätzlichen Platz nutzte der pfeilschnelle Zink nach schönem Doppelpass mit Porsch zur 2:1 Führung. Der ASV überstand die restliche Strafzeit und nahm das 2:1 mit in die Kabine.

Die Aufgabe für das 2. Drittel war es, die spielerische Überlegenheit in Tore zu verwandeln. Man wollte auf keinen Fall so ein schwaches 2. Drittel spielen, wie in der Vorwoche gegen Timmendorf. Es war ein intensives Spiel, was aber immer wieder von kleinen Fouls, Abseits und Icings gestoppt wurde. Spielfluss wollte am heutigen Abend einfach nicht aufkommen. Dennoch gelang den Crocodiles zuerst der Ausgleich in der 29. Minute durch Torben Cassens (Rausch, Dethlefs). Doch nur 38 Sekunden später ließ Rottluff die ca. 50 ASV-Fans wieder jubeln. Auf Zuspiel von Thomas Mittner netzte er ein.
Dann wieder ein Aufreger in der 32. Minute. Gleiche Stelle, gleiches Vergehen, gleiche Strafe und gleiche Verletzung. Nahezu alles erinnerte an die Situation im 1. Drittel. Viktor Rausch fährt einen Kniecheck an der eigenen blauen Linie gegen Rottluff, zieht sich dabei einen Cut unter dem Auge zu und bekommt ebenfalls 5 Minuten plus automatische Spieldauerdisziplinarstrafe.
Das anschließende Powerplay macht der ASV zwar enormen Druck, kann aber nicht treffen. Es braucht erst ein Bully bei gleicher Spielerzahl, als Bonenberger einen Schlagschuss von der blauen Linie im Tor von Pralow unterbringt. Die verdiente 4:2 Führung wird mit in die letzte Drittelpause genommen.

Im letzten Spielabschnitt bestimmt der Altonaer SV das Spiel und sorgt für ein vernünftiges Ergebnis. Dabei ist zweimal die dritte Reihe in Person von Hawle (Landvogt, Zachariassen) in der 45. und Kantereit (Landvogt, Zachariassen) in der 54. Minute erfolgreich. Den Schlussstrich unter eine intensive und zerfahrene Partie setzt erneut Martin Bonenberger nach Pass von Patrick Zink in der 58. Spielminute.

Am Ende ein auch in der Höhe hochverdienter Sieg für den ASV.

Tore:

1:0 Porsch (Bonenberger, Rottluff), 05:51 PP1
1:1 Rausch (Dethlefs, Cassens), 09:45 PP1
2:1 Zink (Porsch, Rottluff), 14:37
2:2 Cassens (Rausch, Dethlefs), 28:14
3:2 Rottluff (Mittner), 28:52
4:2 Bonenberger (Lehnen), 36:15
5:2 Hawle (Landvogt, Zachariassen), 44:04
6:2 Kantereit (Landvogt, Zachariassen), 53:53
7:2 Bonenberger (Zink), 57:34

Strafen:

Altonaer SV: 22 + 5 + 20
Crocodiles Hamburg 1b: 12 + 5 + 20