Harsefeld Tigers 1b - Altonaer SV 1b

In einem dramatischen Saisonfinale, in dem es um nichts weniger als den vierten Platz in der Landesliga Nord ging, hat die 1B des ASV trotz einer furiosen Aufholjagd am Ende knapp den Kürzeren gezogen. Nachdem im dritten Drittel innerhalb von 5 Minuten ein 0:3 Rückstand ausgeglichen werden konnte, musste der ASV eine Minute vor dem Ende in Unterzahl doch noch den Siegtreffer der Harsefelder hinnehmen und die Punkte in der Stader Geest steckenlassen.

Die Ausgangslage versprach Spannung: 3 Punkte Rückstand auf den Tabellenvierten und ein Sieg im Hinspiel bedeuteten, dass bei einem erneuten Sieg in der regulären Spielzeit beide Mannschaften punktgleich wären. Durch die beiden Erfolge im direkten Vergleich hätte man so den Tigers den vierten Platz entreißen können. Entsprechend ambitioniert und mit dem Selbstbewusstsein aus dem Hinspielsieg fuhr der ASV nach Harsefeld.

Im ersten Drittel war freilich wenig von einem Spitzenspiel zu spüren. Beide Teams beschnupperten sich und wollten nichts anbrennen lassen, und auch wenn Harsefeld die leicht höheren Spielanteile für sich verbuchen konnte, ergaben sich auf beiden Seiten keine zwingenden Torchancen. Die sehenswerteste Szene war ein schöner Winkeltreffer von Kapitän Arne Ahrens, der aber wegen Abseits nicht gegeben wurde. Entsprechend ging es mit einem 0:0 in die Kabine.

Aus dieser kamen die Harsefelder dann deutlich aufgeweckter als der ASV, während Altona weiterhin Konzentration, Präzision und die letzte Konsequenz im Zweikampf missen ließ. So konnten die Gastgeber ihre technische Überlegenheit ausspielen und schafften es, innerhalb von 4 Minuten auf 3:0 davonzuziehen. Symptomatisch für die Nervosität der Hamburger war auch ein Penalty, den Thomas Hartwig zugesprochen bekam und den er, eigentlich ein sicherer Schütze, an den Schonern des Harsefelder Goalies verhungern ließ. So krepelte man sich in die zweite Drittelpause, zum Glück und dank Keeper Sören Domke ohne weiteres Gegentor. Kurz vor der Pause musste Altona dann auch noch eine Spieldauerstrafe gegen Sascha Krüger hinnehmen.

Die resultierenden 5 Minuten Unterzahl überstand der ASV schadlos, und so langsam fing man sich und besann sich auf seine Tugenden. Spät, zu spät drehte der ASV auf, endlich kamen die Pässe an, krachten die Gegner an die Bande, wachten alle auf und gaben alles. In den letzten 10 Minuten zündeten die Hamburger ein Feuerwerk. Den Beginn markierte Klemens Letule in der 52. Minute mit einem Kracher von der Blauen, der ihm von Yannik Flohr aufgelegt wurde. Letule leitete auch das 2:3 ein, als er auf seiner rechten Seite einen Doppelpass an der Bande mit dem zwischenzeitlich in den Sturm gewechselten Stefan Tintera spielte, der dann aus spitzem Winkel abzog und so Alex Gindorf den Abpraller auflegte. 3 Minuten später der Ausgleich: Björn Schaich versenkte mit einem Schlagschuss die Scheibe, die ihm Gindorf im Fallen zugespielt hatte. Vier Minuten vor Schluss war alles wieder offen, und spätestens als Schlussmann Domke auch noch einen Penalty entschärfen konnte, hatte der ASV Oberwasser. Doch kurz bevor Domke dann das Eis verlassen sollte, um mit 6 Feldspielern noch den Siegtreffer in der regulären Spielzeit zu erzwingen, kam es zu einer Strafe gegen Altona und in der resultierenden Unterzahl musste man das unglückliche 4:3 einstecken, das zugleich den Endstand markierte.