Altonaer SV 1b - REV Bremerhaven 1b

Am Samstag abend hat die 1B des ASV nach den Harsefelder Tigers den zweiten Sieg gegen einen favorisierten Gast nur knapp verpasst. Gegen den REV Bremerhaven hatte man die Sensation schon auf der Kelle, als ein 0:2 Rückstand im 3. Drittel ausgeglichen wurde, doch am Ende musste man die Gäste mit einem unglücklichen 2:4 ziehen lassen.

Die Mannschaft musste die Abwesenheit von Coach Chapin Landvogt verkraften, der mit der 1. Mannschaft im Harz spielte. Seine taktische Vorgabe lautete, vor dem eigenen Tor den Betonmischer anzuwerfen und beim Konter dann den Turbo. Doch dieses Vorgehen erwies sich schnell als obsolet, da der ASV wie schon im Hinspiel dem Gegner auf Augenhöhe begegnete. Yannik Flohr setzte mit einem präzisen Zuspiel auf Jason Spaulding ein erstes Ausrufezeichen, doch dieser verpasste knapp. Weitere Chancen folgten auf beiden Seiten. In der 8. Minute dann die Führung für die Gäste: Nachdem Stefan Tintera sich in einen Schuss von Jannick Schulz warf und den Puck damit hinter das Tor ablenkte, prallte der nachfolgende Pass des Bremerhaveners so unglücklich gegen den Schoner des Hamburger Verteidigers, dass er von dort unter Goalie Sören Domke hindurch hinter die Linie rutschte.

Doch der Frust währte nur kurz, und schon kurz darauf fiel der vermeintliche Ausgleich durch Lukas Fichtner. Doch sein Treffer wurde nicht gegeben, da der Schiedsrichter den Puck zuvor irrtümlich durch den Bremerhavener Goalie gesichert wähnte und abpfiff. Bitter für den ASV, aber so ist die Regel - Pfiff ist Pfiff. Die verständlichen Proteste blieben erwartungsgemäß erfolglos. Fichtner war dann auch an der ersten Strafenserie des Spiels beteiligt, als er sowie zwei Bremerhavener jeweils für 4 Minuten vom Eis geschickt wurden, weil sie eine Diskussion über die Schicklichkeit von Visierberührungen mit der Kelle etwas zu robust austrugen.

Mit 0:1 ging es in die Pause, doch der ASV spürte, dass heute gegen den Favoriten etwas drin war und kam entsprechend motiviert zurück aufs Eis. Doch schon kurz nach Beginn musste man das zweite Tor hinnehmen, dem ebenfalls großes Pech vorausging: Nachdem die Scheibe an der Hamburger Abwehr vorbei zwischen zwei Bremerhavenern ins Drittel des ASV geflattert kam, bekamen diese das widerspenstige Hartgummi zwar kaum unter Kontrolle, aber dennoch trudelte es an Sören Domke vorbei ins Netz. 0:2.

Das wollte sich der ASV nicht bieten lassen und erspielte sich weitere Chancen, doch es brauchte bis zur 39. Minute, bis endlich der ersehnte Anschlusstreffer fiel: Stefan Tintera verwehrte einem Bremerhavener Stürmer den Eintritt ins Hamburger Drittel, Lars Mondry schnappte sich die freigewordene Scheibe, trug sie über das Eis bis vors Bremerhavener Tor und bediente Thomas Hartwig, der zum umjubelten 1:2 einnetzte.

Und schon kurz nach Beginn des dritten Durchganges gelang dem ASV der Ausgleich: Alex Gindorf, Arne Ahrens und Christian Zachariassen kombinierten sich durchs Mitteldrittel und Zachariassen zog schließlich von halblinks ab. Sein Schuss wurde abgefälscht und der Puck zappelte in den Maschen - 2:2. Die Sensation lag in der Luft, der Sieg war greifbar nahe, und mit jeder Minute, die der ASV das Ergebnis nicht nur hielt, sondern weiter selber für Gefahr vor dem Bremerhavener Kasten sorgte, schien die Überraschung näher zu rücken.

Bis zur 56. Minute konnten die Hamburger hoffen, doch am Ende meinte es der Eishockeygott nicht gut mit dem ASV: Serguei Bethge erzielte aus einem Kuddelmuddel vor dem Hamburger Tor heraus die erneute Führung, und Marvin Fruck machte 2 Minuten später in Überzahl die letzte Hoffnung des ASV, sich erneut als Favoritenschreck beweisen zu können, zunichte.

Tore
0:1 Schulz (Basse, Sawitzki)
0:2 Geike (Strobel, Kablau)
1:2 Hartwig (Mondry)
2:2 Zachariassen (Ahrens, Gindorf)
2:3 Bethge (Cernitzky, Sawitzky)
2:4 Fruck (Basse, Strobel)

Strafen
ASV 10
Bremerhaven 14