Altonaer SV 1b - Bremen Weser Stars 3

Im letzten Spiel des Jahres kassierte die 1b eine unnötige Niederlage im Rückspiel gegen die Bremen Weser Stars 3. Der Spielverlauf war ein Spiegel des Hinspiels: Eine frühe Führung für den ASV, die nach und nach von den Bremern abgearbeitet wurde - dieses Mal mit dem glücklicheren Ende für die Weser Stars.

Sascha Krüger und Oliver Francois ware es, die dafür sorgten, dass es dieses Mal schon nach 6 Minuten 2:0 für den ASV stand. Dabei hatten die Bremer den besseren Start erwischt und hielten sich deutlich öfter im Hamburger Drittel auf als umgekehrt. Doch der erste ernstzunehmende Angriff des ASV wurde gleich belohnt: Den Schuss von Yannik Flohr aus halbrechter Position konnte der Bremer Schlussmann noch abwehren, doch Sacha Krüger stand richtig und schob den Abpraller instinktsicher über die Linie. Kurz darauf schnappte sich Nuscha Vakilzadeh an der eigenen blauen Linie die Scheibe und zündete seinen legendären Turbo, bis er im Bandenrund von der gegnerischen Verteidigung gestellt wurde. Sein Rückpass landete bei Oliver Francois, der sich am Bullypunkt ein Herz nahm und das Gummi über die Fanghand des Keepers in die Maschen drosch.

Doch statt den Schwung zu nutzen und nachzulegen, richtete es sich der ASV auf der Führung nun gemütlich ein. In der zweiten Drittelhälfte verpuffte zusehendes die Energie und die Hamburger konnten sich nur noch wenige zwingende Torchancen erspielen. Statt dessen folgte 30 Sekunden vor Drittelende mit dem Anschlusstreffer in Unterzahl die Höchststrafe für die Pausenmoral.

Auch im zweiten Drittel konnte der ASV zunächst nicht zur Form der ersten 10 Minuten zurückfinden. Die Bremer hatten das Spiel weitgehend im Griff und einmal mehr war es Sören Ahrens im Tor, der sein Team vor Schlimmerem bewahrte. Doch den Ausgleich in der 34. Minute konnte auch er nicht verhindern.

Das letzte Drittel musste die Entscheidung bringen. Der ASV zeigte nun wieder mehr seiner kämpferischen Qualitäten. Man wollte sich diesen Sieg nicht nehmen lassen. Doch die Brechstange ist nicht immer das Mittel der Wahl im Eishockey, zumal sich nun eine weitere Schwäche der 1B bemerkmbar machte: Verfügt man derweil zwar über einen durchaus soliden Sturm, so mangelt es aber doch an einem Killer, einem Knipser, der das Ding zuverlässig unterbringt. So konnten die durchaus erspielten Chancen nicht verwertet werden und die Bremer markierten in der 44. Minute die Führung. In den letzten 5 Minuten bot Trainer Chapin Landvoigt dann noch einmal alles auf, verkürzte auf 2 Reihen und nahm 90 Sekunden vor Ende trotz Unterzahl noch Keeper Ahrens vom Eis. Die Mannschaft gab mit 5 gegen 5 Feldspielern alles und machte enormen Druck aufs Tor, doch es langte nicht mehr und man musste dem Gegner die letztlich verdienten 3 Punkte mit auf den Heimweg geben.