Bremen Weser Stars 3 - Altonaer SV 1b

Die 1B des ASV hat am Sonntagabend ihr zweites Spiel überlegen bei den Bremen Weser Stars 3 gewonnen. Deutlicher als es das Ergebnis von 5:3 erahnen lässt dominierten die Hamburger das Geschehen und reisten so mit ihrem ersten 3er im Sack zurück an die Elbe.

Der ASV startete fulminant: Schon nach 13 Minuten hieß es 0:4 aus Sicht der Gastgeber. Sascha Krüger verwertete in der 2. Minute den Rebound eines Blueliners von Jason Spaulding, Lars Mondry traf in der 5. nach klugem Zuspiel durch Thomas Hartwig souverän das halbleere Tor und netzte noch einmal in der 9. in Überzahl ein, und Arne Ahrens versenkte ebenfalls im Powerplay eine scharfe Hereingabe aus der rechten Ecke von Jason Spaulding.

Damit hatte der ASV allerdings fürs Erste sein Pulver verschossen, während die Gastgeber sich berappelten und nun auch öfter mal gefährlich in die Hamburger Zone vordrangen. Mehr als ein Lattentreffer sprang allerdings im ersten Drittel dabei nicht heraus.

In den zweiten Durchgang starteten die Bremer mit neuem Torwart. Das erwies sich als gute Idee - zeigte sein Vorgänger deutliche Unsicherheiten, erwies sich der neue Keeper der Gastgeber als sichere Bank, die reihenweise gute Chancen der Hamburger vereitelte. So waren es die Weserstars, die in der 24. Minute eine Überzahl nutzten und durch Bernd Noack zum 1:4 verkürzten. Altona stürmte weiter, doch fortan verdingte sich alles als Chancentod, was im Hamburger Sturm Rang und Namen hat: Arne Ahrens, Lars Mondry und Willy Schepull vergeigten ebenso wie Jason Spaulding und Jannick Flohr, die es sogar schafften, einen 2:0 Konter nicht zu verwerten. Flohr hatte obendrein noch Pech, als er nach einem Solo schon den herauseilenden Torwart umspielt hatte und die Scheibe dann in einer Pfütze hängenblieb. Auf Hamburger Seite war es der für den kranken Sören Ahrens eingesprungene Schlussmann Dirk Sydow, der die teils nachlässige Altonaer Hintermannschaft ein ums andere Mal vor den immer frecher agierenden Bremern rettete.

So blieb der Rest des zweiten Drittels torlos, und ebenso sollte das dritte beginnen: Altona stürmte, Bremen konterte und die Toranzeige blieb unverändert. Wie aus dem Nichts fiel dann aber doch noch das 5:1, als Lukas Fichtner inmitten einer verwirrten Bremer Verteidigung die Übersicht behielt und die herrenlose Scheibe geistesgegenwärtig über die Linie schob. Doch die Bremer gaben nicht auf, immer wieder prüften sie Sydow und in der 58. Minute wurden sie schließlich belohnt, als Altona in Unterzahl zu übermütig im gegnerischen Drittel agierte und Jörn Halfer den resultierenden 2:1 Konter mit einem gut platzierten Schuss abschloss. Kurz darauf nahm Bremen sogar noch den Keeper vom Eis und konnte dadurch 17 Sekunden vor Schluss noch auf 3:5 verkürzen. Die letzte Aktion gebührte dann Thomas Hartwig, der wenige Augenblicke vor der Schlusssirene das leere Bremer Tor verfehlte.

Insgesamt gab Altona über die gesamte Spielzeit das Heft nicht aus der Hand, auch wenn die Chancenausbeute nach der furiosen ersten Viertelstunde noch deutlich Luft nach oben hatte und auch die alte Krankheit, sich zu sehr auf den Keeper verlassen zu müssen, noch nicht ganz ausgeheilt ist.