Altonaer SV - Crocodiles Hamburg

Der Showdown stand an. Der Derbykracher in der Verbandsliga Nord in der Arena auf Stellingen lockte ungefähr 100 Zuschauer an. Doch nach dem schwachen Auftritt gegen Salzgitter war man bei Altona alles Andere als guter Dinge.

Dennoch zeigte man die beste Saisonleistung - und das mit Abstand! Wollten Crocodiles Fans doch bereits den 15:3 Sieg ihrer Mannschaft gesehen haben, erfolgte für sie das harte Erwachen bei dem Altonaer SV.

Das erste Drittel begann mit einer Verletzung. Im hart umkämpften Derby kassierte der Farmsener Andreas Groos, Bruder vom ASV-Stürmer Thomas, einen harten aber fairen Bodycheck vor der Zeitnehmer Bank - Diagnose: Handgelenkbruch. Es bahnte sich ein hartumkämpftes Spiel an, das auf viel Körperkontakt beruhte, dieser aber zumeist fair verlief. Die Schiedsrichter hatten das Spiel sehr gut im Griff, verteilten im ersten Abschnitt lediglich 3 Strafen wegen kleinerer Nicklichkeiten. Altona spielte diszipliniert und stand in der Abwehr sehr gut. Die Crocodiles konnten kaum Chancen erarbeiten.

Im 2. Drittel wurde es etwas hektischer. Erst hatte der ASV eine 5-3 Powerplay Situation, dann die Crocodiles. Aber weder die Hausherrn noch die Farmsener konnten diese Gelegenheit nutzen. Wie im ersten Drittel ging es dann bis zur 39. Minute weiter, bis Sven Ross auf Paul Rausch auflegte, der den starken Keeper Andi Gläser, zum 1:0 überwinden konnte. Doch der Jubel wehrte nur 43 Sekunden, als Paul Thies sein erstes Tor für den ASV schoss. Alleine vor Keeper Hein machte er es, wie es ein Verteidiger eben macht, über die Fanghand per Schlagschuss ins Netz.

Die Mannschaft hatte Blut geleckt und merkte, dass hier heute was geht. Dennoch wurde man nicht überheblich und spielte auch im letzten Drittel seinen Stiefel runter und ließ die Crocodiles so zu wenig Chancen kommen. Erst in der 51. Minute konnte Michi Bärbock nach Zuspiel von Stefan Wellnitz die Führung für die Crocodiles erzielen. Der ASV gab nun alles. In der letzten Minute nahm Altona den Torhüter für einen sechsten Feldspieler raus. Man spielte sich im Drittel fest, ehe ein Crocodiles Spieler das Tor aus der Verankerung riss - dies blieb jedoch ungeahndet. Nur noch 9 Sekunden waren auf der Uhr und Bully im Drittel der Crocodiles. Irgendwie kam der Puck vor das Gehäuse und Bayer Martin Schmid schoss ebenfalls Tor Nummer 1 für die Hamburger - 2 Sekunden vor Schluss.

Die Freude war gross, nun gings ins Penaltyschiessen: man konnte den Tabellenführer schlagen!

Und es war ein Krimi. Erst verschossen Daniel und Tobias Bruns für die Crocodiles, aber auch Fitzner und Ptacek mussten einsehen, dass das Eis für ein Ausspielen des Torhüters einfach zu schlecht war. Michi Bärbock hat es vor seinem Schuss erkannt - er zog auf Höhe der Bullykreise ab und traf. Andrei Subbotin setzte seinen Penalty nach schöner Körpertäuschung und erfolgreicher Überwindung von Philip Hein gegen den Pfosten.

Trotz der Niederlage kann man sagen, einen Punkt gewonnen! Mit so einer Leistung wird es die nächsten Spiele ganz eng - und es wird noch der ein oder andere "Außenseiter"-Sieg des ASV kommen!